Veranstaltung

28. Mai 2018, 19:00

Vortragsreihe A – Z Architekten über EMIL STEFFANN (1899-1968)

Die Baukunst, ein Wissen des Herzens –
Zu Leben und Werk des Kirchenbauers Emil Steffannn

Ein Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Pehnt (Köln)

Über ein halbes Jahrhundert später als Schaedtler wirkte auch der Architekt Emil Steffann am Domplatz. In den Jahren 1955/56 leitete er im Wiederaufbau zusammen mit Fritz Thoma (1901–1977) die Neuordnung des Münsterschen Domes. Die damit einhergehende Schließung des Westportals war seinerzeit heftig umstritten – und doch für Steffann konsequent. Nach seinem Verständnis entwertete dieser – erst im Spätmittelalter erfolgte – Durchbruch doch das Paradies, den ursprünglichen und auch wieder heutigen Eingang. In seinen über 40 katho- lischen Pfarrkirchen und Ordensbauten, die er seit 1950 von seinem Bonner Atelier aus plante, versuchte er die Raumfragen besonders konsequent zu beantworten – räumlich einfach und liturgisch eindeutig. Seine Kirchenbauten zeichnen sich denn auch durch eine oftmals elementare Gestalt aus. Kreis, Kreuz und Quadrat sowie Bögen und Pfeiler mit abgestuftem Licht dominieren. Das einfache Bauen resultierte aus seiner Maxime eines einfachen Lebens, das er lebte und vertrat. Ein früher Aufenthalt im umbrischen Assisi, dem Geburtsort des Heiligen Franziskus, prägte sein religiöses und architektonisches Denken. Zu seinen wichtigsten Bezugspersonen zählte der Architekt Rudolf Schwarz sowie der Theologe Romano Guardini. Einen besonderen Anlass für diesen Architekturabend im Dom bietet der 101. Katholische Kirchentag, der kurz zuvor in Münster stattfindet.

Foto: Stefan Rethfeld
Foto: Stefan Rethfeld
Foto: Stefan Rethfeld

Der Eintritt ist frei

Ort

LWL-Museum für Kunst und Kultur (Auditorium)
Dom, Domplatz
Münster
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