© Marcus Ebener

Preisträger Auszeichnung guter Bauten des BDA Münster – Münsterland 2014

LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster

Münster

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Projekt
LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster
Architekt
Staab Architekten, Berlin
Bauherr
Landschaftsverband Westfalen-Lippe

LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster

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Preisträger

Auszeichnung guter Bauten des BDA Münster – Münsterland 2014 – Auszeichnungen

Juryurteil:
Der Neubau des Westfälischen Landesmuseums in Münster eröffnet Münsters Innenstadt gänzlich neue städtebauliche Perspektiven. So hat der Eingangshof am Domplatz mit seiner markanten spitz zulaufenden baulichen Einfassung auch zum Ägidimarkt hin ein zweites ebenbürtiges Entrée erhalten. Zusätzlich ist an der Pferdegasse ein weiterer Nebenzugang entstanden. Über den Eingangshof, das hohe überdachte Foyer, den offenen Patio und einen weiteren Vorhof eröffnet sich den Besuchern somit eine einladende Abfolge öffentlicher Räume, die unabhängig vom Museumsbetrieb öffentlich genutzt werden können. Beiderseits dieser Raumabfolge sind Skulpturenvitrine, Schaufenster für zeitgenössische Kunst, Kunstverein, Gastronomieeinrichtungen, Bibliothek, Buchhandlung sowie Vortrags- und Veranstaltungsräume angesiedelt. Der geräumige Patio mit seinen hellen Wandflächen erzeugt dabei fast südländisches Flair.

Das gebäudehohe, helle und glasgedeckte Eingangsfoyer lädt mit seinen markanten Treppenläufen geschossübergreifend sowohl zum chronologischen Rundgang als auch zum individuellen Parcours ein. Analog zu den Exponaten artikulieren sich die dienenden Kunstlichtsäle introvertiert bis offen, wobei der zweigeschossigen Gebäudespitze zum Dom hin besondere Bedeutung zukommt. In dieses Konzept fügen sich die Übergänge zum angrenzenden Altbau ebenso sinnvoll wie konsequent ein. Bei alledem wirken die immer wieder in die Rundgänge eingefügten großformatigen Sichtfenster für Ausblicke in die umgebenden Stadträume sowie überraschende Einblicke in das interne Raumgefüge wie regelrechte Glanzlichter. Im obersten Geschoss werden die Besucher schließlich in weitläufige Oberlichtsäle mit Tagelicht geführt, die der Gegenwartskunst vorbehalten sind. Zudem befindet sich hier auch der Wechselausstellungsbereich.

Aufgrund des deutlichen Zugewinns an städtebaulichen Qualitäten und des nicht nur im Vergleich zum Vorgängerbau beeindruckenden innenräumlichen Mehrwerts verdienen Volker Staab als Urheber des Neubaus sowie der LWL als Bauherr nach Meinung der Jury eine Auszeichnung.