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Rückblick: 6. Bürgermeistertreffen Münster.Land.Stadt

28. November 2017

Impressionen vom 6. Bürgermeistertreffen am 27.11.2017 auf Burg Hülshoff

Inzwischen hat es schon Tradition, wenn der Bund Deutscher Architekten (BDA) jährlich alle Bürgermeister des Münsterlandes an einen besonderen baukulturellen Ort einlädt – und aktuelle Fragen der Stadt- u. Land-Entwicklung erörtert. Das 6. Bürgermeistertreffen fand diesmal auf Burg Hülshoff statt.

Foto: W. Walterscheid
Foto: W. Walterscheid

Und damit an einem Ort bei Münster, den seit 1417 die Familie Droste zu Hülshoff prägte – und der jüngst in eine neue, maßgeschneiderte Stiftung überführt wurde. Fachkundig führten der Denkmalpfleger Dr. Ulrich Reinke und der Architekt Bernhard Mensen durch das Anwesen – und erläuterten die geschichtliche Entwicklung sowie die jüngste Sanierung. Sie zeigten sich angetan von dem raren Renaissance-Burgort, den weder Brände noch Kriege je zerstört haben. Auch dank einer Bundesförderung als „Nationales Projekt des Städtebaus“ soll die Burg demnächst zum „Droste-Kulturzentrum als Zukunftsort Literatur“ ausgebaut werden. Mit Freude konnten von diesem Erfolg auch Elisabeth Frahling, Geschäftsführerin der Stiftung und Klaus Gromöller als Bürgermeister der Gemeinde Havixbeck berichten.

Foto: W. Walterscheid
Foto: W. Walterscheid

In einem einstündigen Parforceritt nahm sodann Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur (Potsdam), die Anwesenden mit in die Welt der anstehenden Herausforderungen für „Stadt und Land“. Anhand des aktuellen Baukulturberichtes, den seine Stiftung auch der Bundesregierung und dem Bundestag vorgelegt hat, übertrug er Fragestellungen auf die Entwicklungen im Münsterland: Wie werden sich Klein- und Mittelstädte in Zukunft entwickeln? Welche Mobilitätskonzepte sind im Raum des Münsterlandes denkbar? Was kennzeichnet moderne Wohnkonzepte? Wie lassen sich Ortskerne stärken? Wie nachhaltig ist der gesellschaftliche Zusammenhalt?

Foto: W. Walterscheid
Foto: W. Walterscheid

Im anschließenden Gespräch, das der Architekt und Journalist Stefan Rethfeld moderierte, tauschten die anwesenden Bürgermeister und Architekten ihre Erfahrungen und Erwartungen aus. Einig war man sich, dass ein Mehr an Baukultur nicht automatisch durch Wachstum geschieht, sondern nur durch gemeinsame, interkommunale Konzepte. Das Programm der „Regionale 2016“, die jüngst im westlichen Münsterland ihren Abschluss fand, das Netzwerk „Stadtregion Münster“ sowie eine Reihe von neuen Gestaltungsbeiräten in verschiedenen Orten stehen bereits für ein solche Denkkultur.

Foto: W. Walterscheid
Foto: W. Walterscheid

Die beiden BDA-Vorstandsmitglieder Peter Bastian und Roland Bondzio resümierten abschließend, dass an der Entwicklung einer vernetzten „Münster Land Stadt“ – einem Raum, in dem sich Stadt und Land gegenseitig bedingen – weitergearbeitet werden muss.

Foto: W. Walterscheid
Foto: W. Walterscheid

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