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Rückblick: A-Z Architekten Max von Hausen_Ortwin Rave

31. Oktober 2016

Großer Abend im Kleinen Haus. Mehr als 180 Zuhörer waren gekommen, um den 2. Architekturabend des BDA Münster-Münsterland (31.10.) in der neuen Reihe „A-Z Architekten in Münster“ zu erleben.

Im Mittelpunkt stand diesmal das Werk der Architekten Max von Hausen (1919-95) und Ortwin Rave (1921-92). Auf diese beiden Biographien war man in Münster besonders neugierig. So konnte Andreas Heupel, Mitglied des BDA-Vorstandes, ehemalige Mitarbeiter aus dem Büro, Bauherren, Künstlerfreunde, Bewohner und Mitglieder der beiden Familien begrüßen.

Der Architekt und Journalist Stefan Rethfeld skizzerte in seinem Vortrag den Werdegang der beiden Architekten und stellte rund 15 beispielhafte Bauten aus dem mehr als 300 Projekte umfassenden Werk vor. Besonders aufschlussreich zeigte sich die Darstellung, wie beide Architekten wohlmöglich durch ihre Architekturprofessoren Gustav Hassenpflug (Weimar) und Egon Eiermann (Karlsruhe) bzw. Friedrich Wilhelm Kraemer (Braunschweig) geprägt wurden. Denn konzeptionelle Anleihen und Materialvorlieben ließen sich auch in den ersten Bauten der beiden Architekten ab 1950 nachweisen – sowohl bei einzelnen Wohnhäusern als auch bei den (gemeinsam mit Harald Deilmann und Werner Ruhnau entworfenen) Theaterbauten in Münster (1956) und Gelsenkirchen (1959). Nach 1959 folgten Kirchen, Privathäuser, Wohnanlagen u. -siedlungen, Geschäftsbauten, Rathaus- und Gerichtsbauten.
Das Kleine Haus, in dem der Abend stattfand, entstand 1971 ebenso nach ihren Plänen – zusammen mit Künstlerfreunden wie Victor Bonato, Thomas Lenk und Georg Karl Pfahler, der 1968 dazu aufrief: „Lassen Sie uns utopisch sein.“ Das Werk der Architekten von Hausen und Rave steht für diesen Wagemut – und sollte sukzessive erschlossen werden. Der Abend war ein Anfang.

Ein nächster Termin: Frühjahr 2017.

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